BISS - Bürgerinitiative Stille Schiene Hockenheim eV

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...wartet Hockenheim schon darauf, dass die Bahn ihre vertraglichen Zusagen endlich erfüllt!

Das Eisenbahnbundesamt hat am 15. November 2015 die zweite Phase der Lärmaktionsplanung an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes gestartet. In dieser bis zum 15. Dezember laufenden Phase der Bürgerbeteiligung können von Schienenlärm betroffene Bürgerinnen und Bürger, Lärmschutzvereinigungen, Kommunen etc. durch Beantwortung eines weiteren Fragebogens eine Rückmeldung zur 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, zum bereits veröffentlichten Pilotlärmaktionsplan Teil A (hier als PDF-Download) und zu vorhandenen Lärmminderungsmaßnahmen geben. In Hockenheim haben sich insgesamt 33 Bürger und Institutionen an der ersten Phase der EBA-Lärmaktionsplanung beteiligt. Auf der Beteiligungsplattform des Eisenbahnbundesamts (www.laermaktionsplanung-schiene.de) steht zu diesem Zweck ein Fragebogen zur Verfügung, der online ausgefüllt oder auch ausgedruckt und auf dem Postweg eingeschickt werden kann. Die Ergebnisse der 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung werden als Auswertung in den Pilot-Lärmaktionsplan Teil B einfließen. Der Pilot-Lärmaktionsplan Teil A ist bereits im Internet (www.eba.bund.de/lap) abrufbar und kann auch als Druckversion beim Eisenbahn-Bundesamt angefordert werden. Beide Teile zusammen bilden den vollständigen Pilot-Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes.

Das war die ANHÖRUNG



Photo: Lenhardt, Hockenheimer Tageszeitung

Am 30. Juni 2015 fand die lange erwartete Anhörung der vom Bahnlärm betroffenen Hockenheimer Bürgerinnen und Bürger in der Hockenheimer Stadthalle statt. Bereits im Vorfeld dieser Veranstaltung, um deren Zustandekommen mit dem Regierungspräsidium in Karlsruhe zuvor lange gerungen werden musste, hatten BISS-Vorstand, politische Parteien und Stadtverwaltung mit verschiedenen Maßnahmen (Pressegespräche, Infostand, Newsletter, Plakatierung etc.) dafür gekämpft, dass möglichst viele Betroffene an dieser wichtigen Veranstaltung teilnahmen und damit sowohl den Vertretern der Bezirksregierung als auch jenen der Bahn deutlich zu machen, dass Hockenheim eine vernünftige und langfristig wirksame Schutzlösung gegen den zunehmenden Bahnlärm einfordert. Insgesamt wurden rund 120 Teilnehmer im Laufe der eintägigen Veranstaltung registriert. In Anbetracht der Tatsache, dass die Anhörung an einem normalen Werktag in der Zeit von 9:00 bis 21:30 Uhr durchgeführt wurde, muss man sich wohl mit der Teilnehmerzahl zufrieden geben (siehe auch diverse Presseartikel zum Thema unter Archiv/Veröffentlichungen).
Zwei Dinge fielen besonders auf: Zum einen kamen die Betroffenen kaum zu Wort, was einer der wesentlichen Zielsetzunegn einer solchen Veranstaltung, nämlich der Bürgerbeteiligung, sicherlich Hohn spricht und bei vielen Anwesenden zu Frustration führte. Zum anderen machten die Vertreter der Bahn in langen, mit salbungsvollen Worten gefüllten Sätzen deutlich, dass sie sich im Rahmen dieser Anhörungsveranstaltung ebenso wenig bewegen wollten, wie in den 35 Jahren zuvor. War das eine Überraschung? Sicherlich nicht, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...
Wie geht es nun weiter? Der Veranstalter, also das Regierungspräsidium Karlsruhe, wird zu dieser Veranstaltung ein Protokoll sowie eine Stellungnahme anfertigen. In drei bis sechs Monaten werden wir also erfahren, ob das Regierungspräsidium zu dem von der Bahn gestellten Bauantrag für die Variante 7 steht oder vielleicht doch eine Zurückziehung oder Überarbeitung des Antrags empfiehlt. Deutsche Bahn und Eisenbahn-Bundesamt werden die Stellungnahme des RP sicherlich lesen, aber ebenso sicher ignorieren, so dass das EBA den gestellten Antrag genehmigen und somit der DB Netz AG die Umsetzung der beantragten Baumaßnahmen ermöglichen wird. Durch Klagen der Stadt oder einzelner Betroffener gegen diesen Planfeststellungsbeschluss wird die Baugenehmigung jedoch zunächst außer Kraft gesetzt. Was danach alles passiert und wie lange es dauern wird, weiß im Moment niemand genau. Es bleibt auch hier die vage Hoffnung, dass es nicht weitere 35 Jahre dauern wird...

Aktuelle Neuigkeiten



Nun liegt auch das
Protokoll der Anhörungsveranstaltung vom 30. Juni 2015 vor. Auf 195 Seiten kann hier nachgelesen werden, wer während der Anhörung was gesagt hat und wie geschickt die Vertreter der Bahn dafür gesorgt haben, dass auch dieser Termin ohne greifbares Ergebnis bleiben würde. Folgende Dokumente können Sie hier abrufen:












Bereits seit Ende Juni 2015 liegt die dritte Ausgabe des
BISS-Newsletters vor. Den direkten Link finden Sie hier. Auch auf die vorherigen Ausgaben des Newsletters können Sie weiterhin zugreifen.
Ausgabe 2
Ausgabe 1

BISS hat da mal nachgemessen...


Wir haben uns ein hochwertiges Lärm-Messgerät zugelegt und versucht, damit etwas mehr Licht in die Hockenheimer Bahnlärm-Realität zu bringen. Nach 850.000 Einzelmessungen sind wir uns sehr sicher, dass die von der Bahn (schön-) gerechnete Schallwelt nur recht wenig mit der von Hockenheimer Bürgerinnen und Bürgern erlebten Lärmrealität zu tun hat.

Wenn Sie an Details dazu interessiert sind, klicken Sie bitte auf das Bild links. Es lohnt sich!


 
 
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